Dreiecksgalaxie


M33, die Dreiecksgalaxie, entfaltet flächenschwache Spiralstrukturen in unserer Nachbarschaft der Local Group.
Als face‑on‑Spiralgalaxie in Triangulum zeigt M33 lockere Arme und leuchtende Sternentstehungsgebiete – visuell nur unter sehr dunklem Himmel zu erahnen.
Die extrem geringe Höhe und die Flächenhelligkeit fordern die Aufnahme; gestapelt wird die Scheibe dennoch gleichmäßig sichtbar.
250 mm Brennweite, F/5.
Katalog: M 33
Aufnahmedatum: 2026-08-08
Gesamtbelichtung: 13300 s
Aufnahme und Bearbeitung: Ulrich Schwarz · Vespera Pro
Willkommen zu einer Reise durch die Dreiecksgalaxie M33. Unser Blick führt in das kleine nördliche Sternbild Dreieck und zu einem der nächsten großen Nachbarn der Milchstraße in der Lokalen Gruppe. Ihr Licht benötigt etwa 2,7 Millionen Jahre bis zu uns. Weil wir ihre Scheibe vergleichsweise wenig geneigt sehen, entfalten sich auf dieser Aufnahme lockere Spiralarme, dunkler Staub und zahlreiche helle Gebiete, in denen bis heute neue Sterne entstehen.
M33, auch NGC 598, ist eine Spiralgalaxie der Lokalen Gruppe in etwa 2,7 Millionen Lichtjahren Entfernung. Mit mehr als 50.000 Lichtjahren Durchmesser ist sie kleiner als die Milchstraße und die Andromedagalaxie.
Ihre geringe Flächenhelligkeit macht sie trotz ihrer scheinbaren Größe zu einem anspruchsvollen Beobachtungsziel. Im Bild zeichnen junge blaue Sterne und rötliche Wolken ionisierten Wasserstoffs die lockeren Spiralarme nach.
NGC 604 ist das leuchtkräftigste Sternentstehungsgebiet in M33 und eine der größten H-II-Regionen der Lokalen Gruppe. Es liegt in einem Spiralarm nordöstlich des Galaxienzentrums und erscheint schon in dieser Gesamtaufnahme als eigener heller Knoten.
Der Nebel misst annähernd 1.500 Lichtjahre. Ultraviolette Strahlung vieler junger, heißer und massereicher Sterne ionisiert das umgebende Gas; Bögen, Filamente und Hohlräume erzählen von Strahlung und Sternwinden innerhalb des Komplexes.
NGC 595 ist nach NGC 604 die zweit-leuchtkräftigste H-II-Region in M33. Sie liegt näher am Zentrum der Galaxie und markiert eine weitere Zone intensiver Sternentstehung in einem Spiralarm.
Mehrwellenlängen-Beobachtungen zeigen eine schalenartige Struktur: Junge Sterne sitzen weiter innen, ionisierter Wasserstoff und warmer Staub folgen außen, und molekulares Gas liegt noch etwas weiter am Rand. So wird im Kleinen sichtbar, wie Sterne ihre Geburtswolke umformen.
NGC 592 ist eine riesige H-II-Region im äußeren Bereich eines Spiralarms von M33. Sie leuchtet deutlich schwächer als NGC 604, enthält aber eine bedeutende Population junger, massereicher Sterne.
Unter diesen Sternen finden sich auch seltene Wolf-Rayet-Sterne in einer kurzen, energiereichen Entwicklungsphase. Ihre starke Strahlung und ihre schnellen Sternwinde tragen dazu bei, das Gas der Region zu ionisieren und zu strukturieren.
NGC 588 ist eine weitere riesige H-II-Region in M33 und die äußerste Station dieser Reise. Die Lage fern vom hellen Zentrum hilft, den leuchtenden Gasnebel als eigenständigen Knoten im Spiralarm zu erkennen.
Hubble-Beobachtungen belegen auch hier junge massereiche Sterne und Wolf-Rayet-Sterne. Die Region besitzt eine ausgeprägte H-alpha-Schale: Heiße Sterne regen das Wasserstoffgas zum Leuchten an, während Staub und molekulares Material ihre äußeren Strukturen säumen.