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Plejaden

Plejaden · Vespera Pro · Ulrich Schwarz

Über dieses Himmelsobjekt

Die Plejaden funkeln im Stier, umhüllt von zartblauen Reflexionsschleiern.

M45 ist ein junger, nahe gelegener Sternhaufen und eines der auffälligsten Winterobjekte; der blaue Schimmer stammt von gestreutem Sternenlicht.

Selbst kurze Belichtungen zeigen das weite Feld – mehr Integration bringt die fächerförmigen Nebelstrukturen eindrucksvoll hervor.

Aktuelle Aufnahme vom 26. September 2026: 1.043 × 10 Sekunden, insgesamt 2 h 53 min 50 s, bei 250 mm und f/5.

Aufnahme und Beobachtung

Katalog: M 45

Aufnahmedatum: 2026-09-26

Gesamtbelichtung: 10430 s

Aufnahme und Bearbeitung: Ulrich Schwarz · Vespera Pro

Himmelsreise zum Nachlesen

Willkommen bei den Plejaden im Sternbild Stier. Auf dieser Aufnahme vom sechsundzwanzigsten September zweitausendsechsundzwanzig begegnen wir hellen Sternen und weiten blauen Nebelschleiern. Zuerst betrachten wir den ganzen Haufen. Dann reisen wir zu Atlas und Pleione, zu den Staubfächern bei Merope und Maia und schließlich zu Alcyone. Lass deinen Blick auch zwischen den Sternen wandern: Dort wird das schwache Licht der Staubwolken sichtbar.

Plejaden M45

Beginne mit dem Muster des ganzen Haufens. Schon wenige helle Sterne machen die Plejaden unverwechselbar, doch die Gruppe enthält viel mehr Mitglieder, als diese Aufnahme einzeln hervorhebt. Die Sterne und die vorbeiziehende Staubwolke erzählen unterschiedliche Geschichten: Der sichtbare Reflexionsnebel ist kein einfacher Überrest der Entstehung des Haufens.

Atlas

Atlas und Pleione stehen in dieser Aufnahme als auffälliges Sternpaar beieinander. Beginne beim helleren Atlas. Suche dann den kleineren Lichtpunkt ganz in seiner Nähe: Das ist unsere nächste Station, Pleione. Die beiden Sterne geben uns einen guten Ausgangspunkt, um uns im Haufen zu orientieren. Ihr Abstand im Bild ist ein Winkel am Himmel; wie weit zwei Sterne räumlich voneinander entfernt sind, zeigt ein Foto allein nicht.

Pleione

Nun halten wir bei Pleione. Vergleiche ihren kleineren Lichtschein mit dem von Atlas. Die Größe eines Sternflecks in dieser Aufnahme ist nicht der wirkliche Durchmesser des Sterns: Optik, Belichtung und Bearbeitung formen sein Erscheinungsbild. Die Sterne bleiben hier punktförmige Lichtquellen. Von diesem engen Paar aus wandert unser Blick gleich zu viel ausgedehnteren Strukturen: den blauen Schleiern rund um Merope.

Merope

Bei Merope richten wir den Blick auf das Zusammenspiel von hellem Stern und schwachem Nebel. Der umgebende Staub streut Sternenlicht in unsere Richtung. Feine Schleier lassen sich nur bei ausreichendem Bildkontrast erkennen. Der große Lichtschein direkt am Stern enthält auch Einflüsse von Optik, Belichtung und Bildbearbeitung.

Maia

Maia ist ein weiterer Orientierungspunkt im Sternmuster. Vergleiche das Umfeld mit dem von Merope. Die blauen Schleier verteilen sich nicht gleichmäßig über den Haufen. Wir sehen eine räumlich strukturierte Staubwolke als flaches Bild. Ihre wahre Tiefe lässt sich aus dieser einen Aufnahme allein nicht ablesen.

Alcyone

Alcyone hilft uns, vom Detail wieder zum gesamten Haufen zurückzufinden. Vergleiche die Abstände zwischen den hellen Sternen und dann die viel schwächeren Lichtpunkte im Hintergrund. Nicht jeder Stern in derselben Blickrichtung gehört zu den Plejaden. Erst zusätzliche Messungen zeigen, welche Sterne tatsächlich gemeinsam durch den Raum ziehen.

Astronomische Quellen

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