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Andromedagalaxie

Andromedagalaxie · Vespera Pro · Ulrich Schwarz

Über dieses Himmelsobjekt

Die Andromedagalaxie M31 füllt das Feld mit Kern, Staubbändern und weit auslaufender Scheibe.

Als nächster großer Spiralnachbar ist M31 unter dunklem Himmel sogar freiäugig erkennbar; fotografisch treten Staubbänder und oft auch Begleiter hervor.

Viel Integrationszeit bringt die flächenschwachen Außenarme und ein ruhiges Rauschen.

6084 Einzelbilder, 250 mm, F/5.

Aufnahme und Beobachtung

Katalog: M 31

Aufnahmedatum: 2026-07-30

Gesamtbelichtung: 13220 s

Aufnahme und Bearbeitung: Ulrich Schwarz · Vespera Pro

Himmelsreise zum Nachlesen

Willkommen zu einer Reise in unsere kosmische Nachbarschaft. Vor uns liegt die Andromedagalaxie im gleichnamigen Sternbild – eines der fernsten Objekte, die unter dunklem Himmel noch mit bloßem Auge sichtbar sein können. Ihr Licht benötigt rund zweieinhalb Millionen Jahre bis zu uns. Die Aufnahme zeigt den hellen inneren Bereich ihrer Scheibe, dunkle Staubbänder, zwei Begleitgalaxien und am Rand eine außergewöhnliche Ansammlung junger Sterne.

Andromedagalaxie

M31 ist die nächste große Galaxie zur Milchstraße. Ihr Licht ist etwa zweieinhalb Millionen Jahre unterwegs; im Bild dominieren der alte, gelbliche Zentralbereich und die geneigte Sternscheibe.

Die dunklen Bänder sind kalter Staub zwischen uns und dem Sternenlicht. Weiter außen ordnen sich Gas, Staub und junge Sterne in Spiralstrukturen und einen markanten Sternentstehungsring. Messungen ihrer Rotation lieferten zudem frühe wichtige Hinweise auf unsichtbare Materie.

M32

M32 ist eine kompakte elliptische Satellitengalaxie von M31. Ihre Sterne sind stark zum hellen Kern konzentriert; deshalb wirkt sie im Bild klein, aber auffallend präsent.

Eine führende Deutung sieht in M32 möglicherweise den übrig gebliebenen Kern einer einst größeren Galaxie, die durch Begegnungen mit Andromeda Sterne und Gas verlor. Das ist eine wissenschaftliche Hypothese – ihre genaue Entwicklungsgeschichte ist noch nicht abschließend geklärt.

M110

M110, auch NGC 205, ist eine diffuse elliptische Zwerggalaxie und ein weiterer Satellit der Andromedagalaxie. Ihr Licht verteilt sich viel flächiger als bei der kompakten M32.

Trotz ihres ruhigen elliptischen Aussehens ist M110 nicht völlig inaktiv: Hubble-Aufnahmen zeigen Staub- und Gaswolken sowie eine Population junger blauer Sterne im Zentrum. Damit bewahrt die Zwerggalaxie Spuren jüngerer Sternentstehung.

NGC 206

NGC 206 liegt in der südwestlichen Scheibe von M31 und ist ihre auffälligste Sternwolke. Es handelt sich nicht um eine eigene Galaxie, sondern um eine große OB-Assoziation innerhalb Andromedas.

Hier konzentrieren sich junge, heiße und massereiche Sterne aus einer vergleichsweise jungen Phase der Sternentstehung. Dass diese Struktur bereits in einer Amateuraufnahme als eigene Aufhellung erkennbar wird, macht die enorme Nähe von M31 astronomisch unmittelbar erfahrbar.

Astronomische Quellen

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